Reiseroute
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Australien

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Reiseroute in Detail

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Eyre Peninsula

 
Wetter-/Foodcode
Tagebuch:

Das Tagebuch stammt aus meinem Palm-Pilot, wo ich täglich  einige Kurznotizen mache über Wetter, Temperatur, Reiseroute, Übernachtung  und Nachtessen.

Wettercode:

Ws       Wetter schön
Wms    Wetter mehrheitlich schön
Wb      Wetter bedeckt
Wmb   Wetter mehrheitlich bedeckt
Wr      Wetter regnerisch
Wmr   Wetter mehrh. regnerisch

Food-Code:

+        essbar
++      gut
+++    sehr gut
++++  ausgezeichnet

 
Newsletter
Week 1

Dies ist unser wöchentlich erscheinender Newsletter aus unseren Ferien.

Hallo mitenand

Am Mittwoch Morgen sind wir in Adelaide gelandet. Lange Kolonne bei der Eingangs-Zollkontrolle. Nachdem wir bei der Vorselektion bestätigt hatten, dass wir als Schweizer keine Linth-Schokolade zur Einfuhr bei uns haben, konnten wir die Abkürzung direkt zum Ausgang nehmen.
2 Tage in Glenelg zum Angewöhnen waren gerade richtig.
Am Freitag Morgen ging's los Richtung Barossa Valley. Am Samstag war dann das Clare Vale (Skillogalee) auf dem Programm und am Sonntag Abend erreichten wir Port Augusta ganz am Ende des Spencer Golfs.

Viele Grüsse und eine schöne Zeit wünschen bis zum nächsten Newsletter

Roland und Ruth

 

Week 2

Dies ist unser wöchentlich erscheinender Newsletter aus unseren Ferien.

Hallo mitenand

Am Montag der 2. Woche sind wir von Port Augusta in das das nahe Gebirge des Mount Brown gefahren und haben bei angenehmen 30°C mit etwas Wind einen stündigen Walk gemacht.
Am Dienstag haben wir die 538 km nach Coober Pedy zurückgelegt und uns für 2 Tage im Underground Motel eingenistet. Die Fahrt durch endlose Weiten war alles andere als öde. Die Strasse führte an Salzseen vorbei. Ab und zu huschten Emus über die Fahrbahn, am Wegrand fielen Geier über tote Känguruhs her. Die Erdfarben wechselten von grau über gelb und ocker bis hin zu ziegelrot. Die Tagestemperatur ist inzwischen auf 36°C angestiegen.
Am Mittwoch erforschten wir die Umgebung mit den unzähligen Opalminen, erlebten einen plötzlichen Sandsturm, schauten uns eine Historic Underground Mine an und bewegten uns langsam bei 37°C. In der Nacht fielen wenige, aber heiss ersehnte Regentropfen und brachten Abkühlung.
Der Donnerstag führte uns retour nach Woomera und weiter nach Roxby Downs. Diese Oase in der Wüste entstand als Domizil für die Mineure, die im Olympic Dam einer "Goldgrube" im wahrsten Sinn des Wortes arbeiten. Die Unterkünfte waren alle ausgebucht. Mit viel Glück fanden wir Unterschlupf im 30 km entfernten Andamooka, dem armseligen Gegenpol zu Roxby Downs. In Andamooka wird wie in Coober Pedy nach Opal gegraben. Staub, Rost und Blech gehören zu den Wahrzeichen von Andamooka.
Vorerst hatten wir genug Staub geschluckt. Deshalb verliessen wir die rauhe Gegend am Freitag gegen Mittag wieder und kehrten zurück nach Port Augusta, wo "das Meer und das Outback sich treffen".
Den Samstag verbrachten wir gemütlich in der Umgebung von Port Augusta und besuchten unter anderem Iron Knob, die Geburtsstätte der australischen Stahlindustrie. Zuletzt lebten 4400 Menschen in Iron Knob vom Abbau von Eisenerz. Nach beinahe hundertjährigem Erzabbau wurde die Mine 1998 geschlossen. Das Dorf und viele seiner Bewohner blieben ohne Zukunft. Der Zerfall hat begonnen.
Die Temperaturen liegen inzwischen bei angenehmen 25°C und wir geniessen den Wochenausklang bei köstlichem Essen und vorzüglichem Wein.

Viele Grüsse und eine schöne Zeit wünschen bis zum nächsten Newsletter

Roland und Ruth

 

Week 3

Dies ist unser wöchentlich erscheinender Newsletter aus unseren Ferien.

Hallo mitenand

Am Sonntag zu Beginn der dritten Woche fahren wir Richtung Halbinsel Eyre. Die ausgedörrte Landschaft wird nach etwa 200 km immer grüner. Bunte Blumenwiesen erfreuen unser Auge. Wir staunen, denn nach all den Jahren in Australien haben wir in dieser Jahreszeit so etwas noch nie erlebt. Von den Einheimischen wissen wir, dass in dieser Region im Sommer überdurchschnittlich viel Regen fiel (während das übrige Land unter extremer Hitze und Trockenheit litt). Im Südzipfel, in Port Lincoln lassen wir uns nieder.
Port Lincoln und die Halbinsel Eyre sind der Traum aller "Wüstenbewohner" von Coober Pedy bis Andamooka. Inzwischen wissen wir weshalb...
Am Montag verweilten wir im Lincoln National Park, am Dienstag im Coffin Bay Nature Reserve, am Mittwoch genossen wir die Naturschauspiele am Whalers Way. Sanddünen, Buchten, steile Klippen, überhängende Felsen, tobende Brandung, Höhlen vom Meer ausgewaschen - es fehlen die Worte zum Beschreiben.
Am Donnerstag fahren wir der Westküste entlang hoch bis Elliston. Die Küste rauh, felsig, unbezwingbar. Links der Strasse "irische" Landschaft, das heisst steiniger Boden, Steinmauern rund um die Weiden, Schafzucht. Rechts der Strasse abgeerntete Getreidefelder, so weit das Auge reicht.
Der Freitag führt uns ins Innere der Halbinsel Eyre, eine Landschaft geprägt vom Getreideanbau. Kilometerweit erstrecken sich die abgeernteten Felder. Ungefähr alle 30 km ragen riesige weisse Getreidesilos in den Himmel, in denen die Ernte gesammelt und zwischengelagert wird. Der grösste Teil des Getreides wird im Hafen von Port Lincoln nach Japan verladen.
Samstag, ein "lazy day", ein Ausflug nach Tumby Bay bei nur 22°C und bissig kaltem Wind, wir sagen Pulloverwetter und geniessen die Ruhe.
Am Sonntag verliessen wir den Stützpunkt Port Lincoln.

Viele Grüsse und eine schöne Zeit wünschen bis zum nächsten Newsletter

Roland und Ruth

 

Week 4

Dies ist unser wöchentlich erscheinender Newsletter aus unseren Ferien.

Hallo mitenand

Nach einer gemütlichen Woche in Port Lincoln, am südlichsten Zipfel der Eyre-Halbinsel, sind wir am Sonntag entlang der westlichen Küste nordwärts weitergefahren. Da wir die nähere Umgebung von rund 150 km von Port Lincoln bereits ausgiebig durchforscht haben, war unser nächstes Ziel rund 300 km weiter in Streaky Bay.
Die Küste wird allmählich sanfter, die schroffen Klippen verschwinden. Höhepunkt am Montag bildet der Besuch der Seelöwenkolonie (nicht zu verwechseln mit Seehunden) im Point Labatt National Park, der einzigen Seelöwenkolonie auf dem australischen Festland.
Dienstag, wir fahren weiter via Ceduna und Penong nach Point Sinclair. Wie so oft schon fragen wir uns, ob sich die Fahrt auch lohnen wird... und schon wartet die nächste Überraschung. Der Pink Lake, ein Salzsee übertrifft alle Erwartungen. Die rosa Farbe des Sees wird durch Algen verursacht. Dahinter erheben sich weisse Sanddünen wie Schneeberge. Die erstaunlich üppige Vegetation in gräulich, dunkelgrün mit verschwenderisch vielen roten Blüten, die wie reife Johannisbeeren leuchten, der strahlend blaue Himmel... wirken beinahe unwirklich, fast kitschig. Im stürmischen Wind können wir die Dünen im wahrsten Sinne "wandern" sehen. Ein fantastisches Schauspiel.
Abends nehmen wir in der Bar am Ouai in Ceduna bei einem kühlen Bier vorerst Abschied vom Meer.
Die Reise führt uns am Mittwoch nach Winnipa, am Fuss der Gawler Ranges. Bizarre Gesteinsformationen und kahle Granitfelsen prägen die Landschaft. Die Granitfelsen ermöglichten den Siedlern in den frühen zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts Viehzucht und Getreideanbau und damit das Überleben. Die Siedler bauten Steinmauern rund um die rundlichen Granithügel vom Typ "Bold Rock" (Glatzkopf) und sammelten so das Regenwasser. Noch heute werden einzelne dieser Felsen als Reservoirs benutzt.
Beim Nachtessen fallen erste Regentropfen. Heftige Regenschauer, dazwischen einzelne kurze Aufhellungen prägen den Donnerstag. Australien feiert, überall strahlende Gesichter. Wir verlassen die Halbinsel Eyre heute definitiv und übernachten erneut in Port Augusta.
Am Freitag früh starten wir in Richtung Flinders Ranges mit Stützpunkt in Hawker. Drei unvergessliche Tage beginnen. Die "gewaschene" staubfreie Landschaft leuchtet in der Sonne, die Pflanzen duften intensiv und atmen förmlich auf. Die restliche Bewölkung zaubert ein einzigartiges Wechselspiel von Licht und Schatten in den Bergen. In den kühlen Morgenstunden wandern wir, die heissen Nachmittage geniessen wir beim "Pneuwandern".
Die Flinders Ranges sind so unbeschreiblich schön... am besten besucht ihr unsere Homepage. Wir schicken euch eine Einladung, sobald die Homepage mit den neuen Fotos aktualisiert ist.

Viele Grüsse und eine schöne Zeit wünschen bis zum nächsten Newsletter

Roland und Ruth

 

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Roland Bugmann and Ruth Andenmatten